Keine Marketing-Antworten. Wenn SpectralQ etwas nicht kann oder nicht beweist, steht das hier.
Einstieg & Grundlagen
Was ist das Murder Board?
Das Murder Board ist die zentrale Arbeitsfläche von SpectralQ - eine interaktive Canvas, auf der Datenquellen, Karten, Zeitreihen, Netzwerkgraphen und Mindmaps platziert und miteinander verbunden werden. Der Begriff kommt aus der Kriminalistik: Ermittler pinnen Fotos, Fäden und Zeitlinien an eine Wand, bis aus losen Spuren ein zusammenhängendes Bild entsteht. SpectralQ digitalisiert dieses Prinzip - mit Live-Daten, KI-Analyse und beliebig vielen Quellen.
Was ist der Unterschied zwischen Murder Board und GT Studio?
Das Murder Board ist die Ermittlungszentrale - hier laufen alle Quellen zusammen: Nachrichten, Satellitenbilder, Flugverkehr, Seismik, Telegram, Wikipedia und viele mehr. GT Studio ist ein spezialisiertes Modul innerhalb der Plattform, das ausschließlich für die vertiefte Analyse von Google-Trends-Daten gebaut ist - mit Keyword-Management, Korrelationsanalyse, Artefakt-Prüfung und statistischen Labor-Methoden. Beide können unabhängig oder zusammen genutzt werden. Bei automatischen Analysen entscheidet der GT-Studio-Agent selbst, wann Google-Trends-Daten relevant sind.
Was macht SpectralQ, das Google Trends alleine nicht kann?
Google Trends zeigt eine Kurve. SpectralQ legt viele unabhängige Kurven übereinander - Suchtrends, Medienvolumen, Satellitenbilder, Netzwerkdaten, Flugverkehr, Seismik - und sucht nach dem Moment, wo mehrere gleichzeitig ausschlagen. Ein einzelner Spike kann Zufall sein. Konvergierende Signale aus unabhängigen Quellen sind ein Befund. Das ist der Unterschied.
Brauche ich Programmierkenntnisse?
Für die Nutzung nein. Die Plattform ist vollständig browserbasiert - Murder Board, Analyse, Visualisierung, KI-Berichte, Export. Alles ohne Code. Für die Self-Hosted-Installation genügen grundlegende Docker-Kenntnisse. Wer eigene Datenquellen oder Analysemethoden als Plugin integrieren möchte, braucht Python - das ist aber optional.
Für wen ist SpectralQ nicht geeignet?
SpectralQ ist kein Social-Listening-Tool und kein klassisches SEO-Tool. Wer Keyword-Rankings oder Social-Media-Reichweiten tracken will, ist hier falsch. SpectralQ ist ein Ermittlungswerkzeug: Es hilft, Muster zu erkennen, Hypothesen zu prüfen und Befunde zu dokumentieren - nicht Dashboards zu befüllen.
Daten & Methodik
Wie zuverlässig sind Google Trends-Daten?
Google Trends-Daten sind mächtig - aber ihre Interpretation braucht besondere Sorgfalt. Relative Werte, regionale Lücken, mögliche Verzerrungen: Wer daraus verwertbare Erkenntnisse ableiten will, muss die Daten in Kontext setzen. Genau dafür stellt GT Studio eine Vielzahl an Methoden bereit - von der Triangulation mit unabhängigen Quellen über Korrelationsanalyse und Ausreißer-Erkennung bis zur KI-gestützten Bewertung. Das Ziel ist nicht, Google Trends zu ersetzen, sondern es belastbar zu machen.
Kann SpectralQ die Qualität von Google Trends-Daten selbst prüfen?
Ja - das ist Teil der Systemarchitektur. Weil SpectralQ mehrere Abrufe desselben Suchbegriffs über die Zeit speichert, lassen sich identische Abfragen miteinander korrelieren. Weichen die Ergebnisse voneinander ab, ist das ein Hinweis auf Artefakte - also Messfehler oder Inkonsistenzen in den Google Trends-Daten selbst. Diese Artefakt-Erkennung ist keine Randnotiz: Sie ist der Grund, warum Analysen in SpectralQ methodisch sauberer sind als ein einzelner manueller Abruf.
Kann man Google Trends manipulieren - und erkennt SpectralQ das?
Ja, koordinierte Suchanfragen können Trends künstlich erzeugen. SpectralQ hilft genau dabei, solche Muster zu erkennen: Ein Spike ohne begleitende Medienberichterstattung, ohne verwandte Suchanfragen, ohne Korrelation in anderen Datenquellen - das ist ein starkes Indiz für Manipulation. SpectralQ beweist keine Manipulation. Aber es macht das Muster sichtbar und dokumentiert es so, dass es einer methodischen Prüfung standhält.
Was ist der Vorwissen-Indikator?
Wenn signifikantes Suchvolumen zu einem Thema vor einem öffentlichen Ereignis auftritt - und danach abfällt oder ausbleibt - deutet das auf Vorwissen oder koordinierte Vorbereitung hin. SpectralQ erkennt dieses Muster automatisch. Es ist eines der forensisch relevantesten Signale der Plattform - und eines der am häufigsten übersehenen, weil es in keiner Schlagzeile steht.
Was bedeuten Konfidenzstufen auf dem Murder Board?
Auf dem Murder Board kann jedes Element mit einer Konfidenzstufe versehen werden: Gesichert, Annahme oder Möglichkeit. Das ist kein kosmetisches Detail - es ist forensisches Denken als Interface. Gesicherte Fakten bleiben gesichert. Hypothesen bleiben Hypothesen. So entsteht kein falsches Bild der Lage, sondern ein ehrliches - auch wenn die Datenlage noch lückenhaft ist.
Warum gibt es manchmal keine Daten für bestimmte Länder?
Google Trends liefert keine Daten, wenn das Suchvolumen für einen Begriff in einer Region zu gering ist. SpectralQ fällt in diesem Fall automatisch auf weltweite Daten zurück und dokumentiert den Fallback transparent - damit klar ist, worauf eine Analyse basiert.
KI & Analyse
Wie funktioniert das 5-Agenten-System?
Wenn eine automatische Analyse gestartet wird, übernimmt ein Team aus fünf spezialisierten Agenten. Der Koordinator baut das Murder Board auf - er erstellt Elemente, wählt Datenquellen und verbindet alles korrekt. Der Datenforensiker berät bei Keywords, Kanälen und Quellenwahl mit Blick auf Triangulation. Der GT-Studio-Agent übernimmt die Google-Trends-Recherche - er empfiehlt Keywords, bewertet verwandte Suchanfragen und leitet Folge-Keywords ab. Der Plan-Kritiker prüft den gesamten Aufbau, bevor ein einziger Datenpunkt abgerufen wird - er streicht was keinen Erkenntnisgewinn bringt. Der Bericht-Kritiker hinterfragt nach Abschluss alle Schlüsse auf Konsistenz, Bestätigungsfehler und unbelegte Behauptungen. Erst dann wird der Bericht fertiggestellt.
Was ist der KI-Analyst auf dem Murder Board?
Der KI-Analyst ist ein eigenständiger Node der direkt auf dem Murder Board platziert wird - gleichwertig mit Karten, Graphen und Datenquellen. Er analysiert die Inhalte aller verbundenen Elemente: Zusammenfassung, Faktenextraktion, politische Ausrichtung oder eine freie Fragestellung. Das Ergebnis erscheint direkt auf dem Board und kann per Rückfrage vertieft werden. So findet KI-Analyse dort statt, wo die Daten sind - nicht in einem separaten Interface.
Ist die KI-Analyse objektiv?
Nein - und das ist bewusst so kommuniziert. KI-Modelle haben blinde Flecken, Bestätigungsfehler und Überinterpretationstendenzen. Deshalb gibt es den Bericht-Kritiker, der nach Abschluss jeder automatischen Analyse alle Schlüsse systematisch hinterfragt. Jeder Bericht enthält Konfidenzwerte pro Aussage und einen Pflichtabschnitt: Was diese Analyse ausdrücklich nicht beweist. Die Verantwortung für Schlussfolgerungen bleibt beim Analysten.
Was sind Iterationsstufen?
Eine Analyse endet nicht zwingend mit dem ersten Bericht. Bei Stufe 2 nimmt SpectralQ die Erkenntnisse, offenen Fragen und blinden Flecken des ersten Berichts und generiert daraus automatisch ein neues Briefing - Grundlage für eine zweite, verfeinerte Analyse. Stufe 3 fügt einen dritten Durchlauf hinzu. Jede Iteration schärft den Befund. Sinnvoll für komplexe Fragestellungen, bei denen der erste Durchlauf neue Fragen aufwirft.
Welche KI-Modelle werden unterstützt?
Anthropic Claude, OpenAI GPT, Google Gemini und Mistral. Sie wählen selbst - mit eigenem API-Schlüssel oder über das im Tarif enthaltene Kontingent. Wer einen eigenen Schlüssel verwendet, unterliegt keinem Kontingent-Limit.
Recht & Datenschutz
Sind die Ergebnisse vor Gericht verwertbar?
SpectralQ ist kein Beweismittel, sondern ein Analysewerkzeug. Was SpectralQ liefert, ist methodische Belastbarkeit: Der hash-verkettete Audit Trail und SHA-256-Content-Hashing dokumentieren lückenlos, wann welche Daten erhoben, welche Methoden angewandt und wie Schlüsse gezogen wurden. Jeder Schritt auf dem Murder Board ist unveränderlich protokolliert. Die rechtliche Verwertbarkeit hängt vom jeweiligen Verfahren und der Jurisdiktion ab - SpectralQ gibt Ihrem Analyseweg eine Kette, die sich nicht unbemerkt verändern lässt.
Ist die Nutzung öffentlicher Daten legal?
SpectralQ wertet ausschließlich öffentlich zugängliche, aggregierte und anonymisierte Daten aus - Google Trends, Wikipedia, GDELT, USGS, NASA, OpenStreetMap und andere offene Quellen. Es werden keine personenbezogenen Daten erhoben oder gespeichert. Für Quellen die Zugangsdaten erfordern - etwa Telegram oder Sentinel-Satellitenbilder - sind die jeweiligen Nutzungsbedingungen der Anbieter maßgeblich.
Wo werden meine Analysen gespeichert?
Bei der Core Edition ausschließlich auf Ihrer eigenen Infrastruktur. Kein Datenpunkt verlässt Ihren Server - weder Murder Board-Inhalte noch Analyseergebnisse noch Audit Trail. Bei Cloud-Tarifen gelten die Datenschutzbedingungen von SpectralQ.ai.
Wer kann mein Murder Board sehen?
Nur Sie - und wer von Ihnen explizit eingeladen wird. Einmallinks sind kryptografisch gesichert, 24 Stunden gültig und erfordern keinen Account. Embed-Links können jederzeit deaktiviert werden. Im Enterprise-Betrieb steuert der Administrator Rollen und Zugriffsrechte pro Nutzer.
Technik & Betrieb
Kann ich SpectralQ auf meinem eigenen Server betreiben?
Ja - ausschließlich mit der Core Edition (Free-Tier, Open Source). Sie läuft als Docker-Container auf Linux, macOS oder Windows. Keine Cloud-Abhängigkeit, keine Datenweitergabe an Dritte. Die kostenpflichtigen Tarife Project Week und Professional sind Cloud-Dienste und stehen nicht als Self-Hosted-Option zur Verfügung.
Was brauche ich für die Installation?
Einen handelsüblichen Server oder modernen Rechner mit Docker. Die detaillierte Installationsanleitung ist im Open-Source-Repository verfügbar. Für die meisten Szenarien reichen wenige Minuten bis zur ersten laufenden Instanz.
Kann ich eigene Datenquellen einbinden?
Ja. Das Plugin-System erlaubt es, eigene Datenquellen als Python-Module zu integrieren - ohne den Kern zu verändern. Jedes neue Plugin registriert sich automatisch in der Plattform und erscheint als Node auf dem Murder Board, steht in der Triangulation zur Verfügung und kann vom KI-Agenten eingesetzt werden. Was heute noch fehlt, ist morgen ein vollwertiger Teil der Ermittlung.
Kann ich eigene Analysemethoden integrieren?
Ja - auch das läuft über das Plugin-System. Eigene statistische Methoden lassen sich als Python-Module einbinden und erscheinen dann in GT Studio neben den eingebauten Labor-Analysen. Kein Eingriff in den Kern nötig.
Wie funktioniert der Präsentationsmodus technisch?
Der Präsentationsmodus läuft vollständig im Browser - kein separates Tool, keine Exportdatei. Slides speichern den Viewport, aktive Datenquellen, Annotationen und Widget-Zustände direkt auf dem Murder Board. Bei der Wiedergabe werden Übergänge animiert, Audio-Kommentare automatisch abgespielt und Karten-Timelines bleiben interaktiv. Remote-Zuschauer sehen dasselbe Board im Read-Only-Modus - per Einmallink oder als eingebetteten iFrame.
Was passiert wenn ein Einmallink abläuft?
Einmallinks sind 24 Stunden gültig. Nach Ablauf ist der Link inaktiv - das Murder Board selbst bleibt unverändert. Neue Links können jederzeit erstellt werden. Embed-Links haben kein Ablaufdatum und können manuell deaktiviert werden.
Preise & Zugang
Was ist im Free-Tier wirklich enthalten?
Alle Analyse-Features ohne Einschränkung - Murder Board, Triangulation, GT Studio, Korrelationsanalyse, Audit Trail, Export. Ohne Limits bei Projekten und Keywords. Was fehlt: die KI-Agenten (APA). Diese sind ausschließlich in den kostenpflichtigen Tarifen verfügbar - KI-Funktionen lassen sich nicht durch eigene API-Schlüssel im Free-Tier freischalten.
Was bedeutet „7 aktive Nutzungstage“ bei der Project Week?
Keine Kalenderwoche - 7 Tage aktiver Nutzung. Der Zähler läuft nur an Tagen, an denen Sie sich einloggen und die Plattform nutzen. Für eine gezielte Recherche zu einem konkreten Ereignis oder Thema gedacht, ohne monatliche Bindung.
Wie viele Projekte kann ich gleichzeitig bearbeiten?
Das hängt vom Tarif ab. Die Core Edition hat keine Limits. Die Project Week erlaubt 1 aktives Projekt. Der Professional-Tarif erlaubt 10 Projekte gleichzeitig. Jedes Projekt hat ein eigenes Murder Board, eigene Keywords und eigene Slides.
Kann ich als Einzelperson den Professional-Tarif nutzen?
Ja. Der Professional-Tarif ist für Redaktionen und Teams ausgelegt, aber nicht darauf beschränkt. Wer regelmäßig analysiert, viele Projekte parallel führt oder den vollen KI-Umfang dauerhaft benötigt, profitiert vom monatlichen Tarif - auch als Einzelperson.
Was ist die Closed Beta und wie komme ich rein?
Professional- und Project-Week-Tarife sind derzeit für ausgewählte Tester verfügbar. Einfach auf der Warteliste registrieren - Beta-Nutzer erhalten bevorzugten Zugang und können die Entwicklung direkt beeinflussen. Die Core Edition ist jetzt sofort verfügbar.